Kleindenkmäler

  

Altmannibründl

Die in der „Vita Altmanni“ (1180 – 1200) erstmals mit der Gründungslegende von Stift Göttweig erwähnte Quelle wurde 1971 im Zusammenhang mit der Restaurierung des daneben situierten Bildstocks aus 1621 mit Steinplatten aus Gneis neu gefasst.

Die Quelle liegt linker Hand an der Landesstraße von Steinaweg nach Klein Wien ca. 3 m unterhalb des Straßenniveaus. Die Quellfassung besteht aus einer gewölbten Grotte mit davor liegendem Entnahmebecken. Der Zugang erfolgt über vier bequeme Stufen. Rechts neben den Stufen liegt ein großer abgeschliffener Findling, an dem eine Bronzetafel mit einer Kurzbeschreibung des Bründls und der Legende befestigt ist. Zur Abstützung der Straßenböschung und des umliegenden Geländes wurden 2014 im Auftrag der Gemeinde abgestufte Trockenmauern aus Gneisbruchsteinen hergestellt und der Platz neu gestaltet.

Die „Vita Altmanni“ berichtet: Als die als Heilige verehrten Bischöfe Gebhard (Salzburg), Adalbero (Würzburg) und Altmann (Passau) noch Studenten waren, machten sie eines Tages Rast an einer sprudelnden Quelle (= Altmannibründl) und prophezeiten einander gegenseitig die zukünftige Bischofswürde. Auch sagten sie einander voraus, dass jeder ein Kloster gründen würde, was schließlich auch eintrat: Stift Admont (Gebhart), Stift Lambach (Adalbero) und Stift Göttweig (Altmann).

2020-JT

Quellen:
Heimatbuch d. Marktgemeinde Furth; Red: Maria Jaksch, Wolfgang Kamptner, Eva u. Herwig Schatzl
Recherchen Josef Teufner

 

 

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