Kleindenkmäler

  

Bäckerkreuz

Errichtet in der 1. Hälfte des 18. Jh. an der Landesstraße von Furth zum Göttweiger Sattel, am seinerzeitigen Ortsende. Die spezielle Dachausbildung soll einen Brotlaib symbolisieren. Hier sollen in der Pestzeit Brotlaibe durch Furthner Bäcker deponiert worden sein, die dann durch auswärtige Bürger abgeholt wurden, um eine weitere Verbreitung der Seuche zu vermeiden.

Der Bildstock hat die Form eines gegliederten Tabernakelpfeilers, ein massiver, gemauerter Pfeiler wurde in gleicher Stärke vom Sockel über den Schaft bis zum Tabernakel errichtet. Der Pfeiler ist durch zwei einfache Gesimse horizontal gegliedert. In den Flächen befinden sich auf jeder Seite drei flache Nischen, wobei die Tabernakelnischen etwas tiefer ausgebildet sind. In der Richtung Westen zeigenden Nische befindet sich ein von Dechant P. Florian Brückelmayer aus Mautern gespendetes Mosaik, das Maria mit Jesus darstellt und von P. Roman Morandell, einem Benediktiner aus Salzburg, stammt. In die nach Norden zeigenden Nische wurde 2025 ein von der Furthner Hpbbykünstlerin Renate Obritzberger geschaffenes Keramikbild, das den Heiligen Nikolaus als Patron der Bäcker darstellt, eingesetzt. Auf den Pfeiler aufgesetzt ist ein einfaches, weit ausladendes Gesimse mit einem kurzen Dachansatz aus Ziegel, darüber ein weiteres hohes Gesimse mit einem flachen Zeltdach. Das aufgesetzte schmiedeeiserne Lothringer-Kreuz bildet den oberen Abschluss.

Der Bildstock wurde 1976/77 durch das Ländliche Fortbildungswerk, Bezirksgemeinschaft Mautern, saniert und am 20.6..1982 eingeweiht. 2024 erfolgte eine Restaurierung im Auftrag des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Furth durch die Restauratorin Martina Petuely aus Obritzberg.

2025-JT

Quellen:
Heimatbuch d. Marktgemeinde Furth; Red.: Maria Jaksch, Wolfgang Kamptner, Eva u. Herwig Schatzl
Zeichen des Glaubens an unseren Verkehrswegen gestern und heute; Benno Hermann Maier OSB
Geschichten und Sagen des Kremser Bezirkes; Margarete Kainzmayer
Recherchen Josef Teufner

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