Kleindenkmäler

  

Rohrhofer Kreuz

Errichtet nach 1946 in Erinnerung an einen tragischen Unfall am 16.2.1946. Bei dem Unfall hantierten ein Jugendlicher aus Palt, Josef Rohrhofer (15 Jahre) und ein Kind, Alfred Steininger (10 Jahre), mit Kriegsrelikten. Auf einem ehemaligen Übungsplatz (ca. 500 m lang) der Wehrmacht in der Nähe der „Stehsaumbrücke“ wurden zu Kriegsende Waffen und Munition gesammelt und gelagert. Nachdem die beiden ca. 50 Gewehrpatronen geöffnet hatten und mit dem Pulver eine ehemalige Übungspanzerfaust befüllt hatten, warnte Josef Rohrhofer den Jungen in Deckung zu gehen, die dieser hinter einem Baum in unmittelbarer Nähe auch fand. Bei der nachfolgenden Zündung explodierte das Gerät in den Händen des Jugendlichen und zerfetzte dessen Hände und Bauch. Alfred Steininger lief zum Haus Krieger (Sportplatzgasse 60) und alarmierte die Bewohner. Josef Rohrhofer wurde noch in das Krankenhaus Krems eingeliefert, verstarb jedoch kurz danach an der schweren Bauchverletzung. 

Das schwarz gestrichene Kreuz aus Gusseisen mit silberfarbigem Korpus auf einem Granitsockel, stammt von einem ehemaligen Familiengrab einer Paltner Winzerfamilie.

Bei der Kommassierung im Jahr 1973 wurde das Kreuz vom ursprünglichen Standort in der Nähe der Unglückstelle zur „Stehsaumbrücke“ versetzt. Im Zuge einer Instandsetzung 2019  wurde es wieder versetzt, da es zu nahe an der sanierungsbedürftigen Brücke und einem Baum situiert war. Der neue Standort befindet sich zwischen einem Kastanien- und Ahornbaum in ca. 70 m Entfernung von der Brücke und liegt damit wieder näher dem Unglücksort. Die Instandsetzung wurde vom Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Furth organisiert und vom Weingut Müller aus Krustetten finanziert. 

2021-JT

Quellen:

Totenbuch der Pfarre Furth

Zeitzeuge Alfred Steininger

Recherchen Josef Teufner

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