Kleindenkmäler

  

Schandkreuz

Errichtet 1982 im Kellergraben von Furth in erhöhter Lage vor einem Weinkeller.

Der Bildstock hat die Form eines einfachen Tabernakelpfeilers mit einem quadratischen Sockelmauerwerk. Auf ein leicht vorkragendes Gesimse ist ein an den Kanten stark abgefaster, gemauerter Säulenschaft errichtet worden. Getrennt durch ein schlichtes Gesimse ruht darauf der Tabernakelaufsatz mit vier rechteckigen Nischen. Das Dach ist als Stufenpyramide, mit vier aufeinandergelegten, sich nach oben verjüngenden Platten ausgebildet. Ein vergoldetes Eisenkreuz bildet den oberen Abschluss.

Im Zuge einer Sanierung wurde in der straßenseitigen Nische ein Muttergottesrelief mit Jesuskind eingesetzt und der vormals farblich gestaltete Bildstock weiß gestrichen.

Der ursprüngliche Bildstock aus der ersten Hälfte des 18. Jh. stand direkt an der Giebelmauer des daneben liegenden Weinkellers und musste der Kellererweiterung weichen. Der Neubau wurde vom Ländlichen Fortbildungswerk dem Altbestand nachgebildet. Die Einweihung erfolgte am 26.9.1982, die Segnung nach der Sanierung am 29.6.1991.

An der Stelle des Bildstockes soll um 1700 ein Mutterschänder hingerichtet worden sein. Die Hinrichtungsstätte des Landesgerichtes Göttweig befand sich zu diesem Zeitpunkt jedoch an der Straßengabelung Furth – Mautern – Palt. 

2020-JT

Quellen:
Geschichten und Sagen des Kremser Bezirkes; Margarete Kainzmayer
Recherchen Josef Teufner

 

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